Fünf Fakten zu alternativen Antriebsarten

Im "Thema des Monats" aus dem aktuellen DAT-Report geht es um die Sicht der Autokäufer auf alternative Antriebe.

  1. Überlegen „ja“ – Kaufen eher „nein“
  2. Wissensstand gut, aber noch nicht hoch
  3. Reichweite, Ladezeiten und Kosten bleiben Hinderungsgründe bei E-Autos
  4. Mehr öffentliche Lademöglichkeiten vorhanden, privates Laden in der Garage wäre eher bei Neuwagen- als Gebrauchtwagenkäufern möglich
  5. 15% denken, E-Autos werden Verbrenner ersetzen

 

Ostfildern (10. März 2021) – Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) hat im jährlichen DAT-Report 2021 ausführlich die Sicht der Endverbraucher auf Autokauf uns Werkstatt untersucht. In einem regelmäßig erscheinenden „Thema des Monats“ werden unterschiedliche Themen hervorgehoben und mit speziellen Auswertungen angereichert. 
Das Aktuelle „Thema des Monats“ im März ist ein Auszug aus dem Kapitel über alternative Antriebe. Darin sind die wichtigsten Aussagen nochmals zusammengefasst. Eine ausführliche Analyse findet sich auf report.dat.de und natürlich im DAT-Report – dort mit allen Grafiken zu den einzelnen Fakten. 

Die Ergebnisse im Überblick

  1. Überlegen „ja“ – Kaufen eher „nein“: Die privaten Pkw-Käufer 2020 wurden gefragt, inwieweit sie während ihres Kaufentscheidungsprozesses den Erwerb eines Pkw mit einer alternativen Antriebsart (reines E-Auto, Plug-In-Hybrid, Hybrid oder Gasantrieb) in Erwägung gezogen haben. Während 38% der Neuwagenkäufer dies bejahten, waren es bei den Gebrauchtwagenkäufern nur 13% (Details dazu in Grafik E1). Wer sich schlussendlich für eine alternative Antriebsart entschieden hat, zeigt die Zulassungsstatistik des KBA. So wurden 2020 insgesamt (privat und gewerblich) rund 400.000 Einheiten (BEV und PHEV) neu zugelassen. Bezogen auf alle Neuzulassungen sind das rund 14%. Bei den Besitzumschreibungen waren es knapp 40.000 Einheiten – der Anteil liegt damit bei einem Prozent.
     
  2. Wissensstand gut, aber noch nicht hoch: Die Neuwagenkäufer wurden für den DAT-Report 2021 befragt, wie vertraut sie mit den jeweiligen alternativen Antriebstechnologien sind. Der Trend zeigt, dass der Wissenstand in den letzten Jahren gestiegen ist. Am höchsten war im Jahr 2020 die Kenntnis über rein batteriebetriebe Pkw. Lag diese 2016 mit der Durchschnittsnote 3,4 noch im Bereich zwischen „kenne ich nur vom Namen her“ und „etwas davon gehört/gelesen“, stieg sie 2020 auf 2,4 und damit in den Bereich zwischen „etwas davon gehört/gelesen“ und „viel davon gehört/gelesen“ (Details dazu in Grafik E2).
     
  3. Reichweite, Ladezeiten und Kosten bleiben Hinderungsgründe bei E-Autos: Die Mehrheit der Autokäufer entschied sich auch 2020 für einen Verbrenner. Gefragt nach den drei wichtigsten Gründen, warum sie kein „reines“ E-Auto gekauft haben, nannten die Neuwagenkäufer folgende Gründe: Für 59% war die begrenzte Reichweite der Top-Hinderungsgrund, gefolgt von den Ladezeiten (49%) und der unausgereiften Infrastruktur (47%). Etwas anders ist die Rangfolge bei den Gebrauchtwagenkäufern: Für jeweils 55% sprachen die hohen Anschaffungskosten und die begrenzte Reichweite gegen ein E-Auto, gefolgt von den Ladenzeiten (38%) (Details dazu in Grafik E5). 
     
  4. Mehr öffentliche Lademöglichkeiten vorhanden, privates Laden in der Garage wäre eher bei Neuwagen- als Gebrauchtwagenkäufern möglich: Unabhängig vom Besitz eines elektrifizierten Pkw wurden alle Autokäufer gefragt: „Haben Sie eine Lademöglichkeit (Stromanschluss oder Ladestation) für ein Elektrofahrzeug bei Ihnen vor Ort?“. Dies bejahten 65% der Gebraucht- und 73% der Neuwagenkäufer. Fragt man Letztgenannte, wo konkret diese Lademöglichkeiten sind, werden am häufigsten (43%) „öffentliche Ladestationen“, also Supermärkte, Einkaufszentren oder Parkhäuser genannt. Derzeit findet die große Mehrheit aller Ladevorgänge im Privaten statt. Von allen privaten Neuwagenkäufern verfügten 2020 60% über eine Garage. Etwas anders stellt sich das Bild bei den Gebrauchtwagenkäufern dar: Hier sind die so genannten Laternenparker, also diejenigen, die ihren Pkw auf der Straße parken, mit 39% an stärksten vertreten, gefolgt von 38% Garagenbesitzern (Details dazu in Grafik E8).
     
  5. 15% denken, E-Autos werden Verbrenner ersetzen: Für den DAT-Report 2021 wurden alle Neuwagenkäufer gebeten, einige Statements rund um das Thema E-Autos eingruppieren. Sie konnten sich dabei zwischen den Kategorien „stimme zu“, „neutral“ und „stimme nicht zu“ entscheiden. Der Aussage „Elektroautos sind perfekte Alltagsautos“ stimmten 21% zu, 47% legten sich bei dieser Aussage nicht fest, 32% stimmten nicht zu. Der Aussage „Elektroautos sind umweltfreundlich in der Nutzung“ stimmten 48% der Neuwagenkäufer zu, 36% gaben sich neutral, 16% stimmten nicht zu. Der generellen Frage: „Werden E-Auto die klassischen Verbrenner ersetzen?“ stimmte mit 46% die Mehrheit nicht zu (39% waren neutral, 15% stimmten zu) (Details dazu in Grafik E6).
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