Jahresrückblick auf den Automarkt 2020

Nach den schwierigen Monaten des ersten harten Lockdowns war nicht klar, wie sich das Konsumverhalten entwickeln würde. Der Gebrauchtwagenmarkt hat sich dann über die weiteren Monate auf einem guten Niveau stabilisiert. Standtage und Fahrzeugwerte haben sich aus Handelssicht gut entwickelt.

Was bleibt vom Jahr 2020 – aus automobiler Sicht? Auf jeden Fall die Erkenntnis, dass für viele Menschen hierzulande das Automobil unverzichtbar ist – mehr vielleicht noch als in früheren Jahren.

 

Beim Blick auf die aktuellen Zahlen der Statistik Austria zeigt sich folgendes Bild:

 

Neuzulassungen von Jänner bis Dezember 2020

Von Jänner bis Dezember 2020 wurden insgesamt 248.740 Pkw neu zum Verkehr zugelassen, das ist um 24,5% weniger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Die Neuzulassungen benzinbetriebener Pkw gingen in Vergleich zum Zeitraum Jänner bis Dezember 2019 um 39,0% zurück, Diesel-Pkw um 28,0%. Bei den Neuzulassungen alternativ betriebener Pkw gab es Zuwächse bei Pkw mit Elektroantrieb (+72,8%), mit Benzin-Hybridantrieb (+105,5%) und mit Diesel-Hybridantrieb (+99,4%). Alle Top-10-Marken verzeichneten zweistellige Rückgänge: Opel (-43,7%),  Ford (-27,6%), VW (-27,3%), Renault (-24,0%), Hyundai (-22,6%), Seat (-19,7%), BMW (-17,4%), Mercedes (-14,8%), Skoda (-13,5%) und Audi (-12,8%).

Bei den Zweirädern stieg die Zahl der neu zugelassenen Motorräder gegenüber der gleichen Vorjahresperiode um 16,3%, bei Motorfahrrädern um 7,2%.

Gebrauchtzulassungen von Jänner bis Dezember 2020

Von Jänner bis Dezember 2020 wurden 1. 049.345 gebrauchte Kfz zum Verkehr zugelassen, um 1,7% weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Gebrauchtzulassungen von Pkw ist mit 841.196 gegenüber demselben Zeitraum 2019 um 3,5% zurückgegangen. Pkw mit Dieselantrieb verzeichneten eine Abnahme um 4,9%, jene mit Benzinantrieb um 3,8%. Fast alle Top 10 Pkw Marken verzeichneten gesamten Jahr 2020 einen Rückgang: Opel (-10,4%), Ford (-5,0%), Peugeot (-4,9%), VW (-4,2%),  Renault (-3,7%), Audi (-1,7%) und Seat (-1,1%). Skoda (+4,3%), BMW (+1,2%)  und Mercedes (+0,4%) konnten einen Zuwachs erzielen.

Bei den Zweirädern entwickelte sich die Zahl der Motorräder (+8,2%) und der Motorfahrräder (+5,5%) positiv.

2021 wird die Pandemie hoffentlich für alle beherrschbarer. Die Rahmenbedingungen dafür wurden geschaffen, sodass die Lage mit Impfungen und niedrigeren Infektionszahlen uns allen wieder ein Stück Normalität zurückbringt. Das Automobil als individuelles Transportmittel wird jedenfalls weiter sehr begehrt bleiben.

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